“Am Ende hat er die Orientierung verloren, also war er kein sehr guter Diktator.”

Jul 9th, 2009 | By roland | Category: Formel 1
Bernnie Eccelstone

Bernie Ecclestone

Die Formel 1 macht ihren Namen mal wieder alle Ehre. Derzeit ist sie dabei erfolgreich von der Königsklasse des Motorsports zur Königsklasse der Skandale, Intrigen und Machtspielchen zu werden. Mittendrin der Formel-1-Chef Bernie Ecclestone.

Dieser ist ja dafür bekannt, das er sich wenig ins Handwerk pfuschen lassen möchte. Die derzeitigen Auseinadersetzungen zwischen der Teamvereinigung FOTA und der FIA haben ihn wohl zum Nachdenken bewegt. Seine Macht schwindet und nicht mehr alle scheinen ihm zu gehorchen. Aber was er derzeit in die Mikrophone der Journalisten plabert kann eigentlich gar nicht wahr sein. Das ein Mensch so etwas denkt ist die eine Sache. Öffentlich Hitler zu loben eine andere.

Ecclestone hatte laut der “Times” gesagt: “Vermutlich ist es schrecklich, das zu sagen, aber abgesehen von der Tatsache, dass Hitler überzeugt wurde, Dinge zu machen, von denen ich nicht weiß, ob er sie wollte oder nicht, war er in der Lage, eine Menge Menschen zu befehligen und Dinge erledigen zu können.” Und: “Am Ende hat er die Orientierung verloren, also war er kein sehr guter Diktator. Entweder wusste er, was vor sich ging und bestand darauf, oder er hat sich dem einfach angeschlossen.”

Im gleichen Atemzug würdigte er auch die frühere britische Premierministerin Margaret Thatcher und FIA-Präsident Max Mosley als “starke Führer”, für die er eine Vorliebe habe.

Der Jüdische Weltkongress (WJC) fordert daraufhin eine Woche vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring den Rücktritt des 78 Jahren alten britischen Chef-Promoters der Formel 1.

Die Rücktrittsforderungen die es nun vorallem aus Kreisen weit außerhalb der Formel1 gibt sind Nachvollziehbar und eigentlich unabwendbar. Die Teams schweigen sich derzeit aus. Bernie ist nicht Gott, vielleicht wäre er gerne auch ein machtvoller Diktator der alles tun und lassen kann was er möchte um so aufsässige Teams – die seiner Doktrin nicht folgen wollen – wieder gefügig zu machen.

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